Comeniusprojekte in Beutha und Zwönitz
Im November 2009 fanden im Landkreis gleich zwei internationale Treffen im Rahmen des Comenius-Programms statt.
Das Comenius-Programm der EU finanziert gemeinsame Projekte von Schulen in den Mitgliedsstaaten, wobei alle Schulformen teilnehmen können und auch thematisch keine Grenzen gesetzt sind. Comenius-Projekte laufen über einen Zeitraum von 2 Jahren, aber viele der beteiligten Schulen sind derart begeistert, dass sie immer wieder neue Projekte initiieren. Obwohl diese Projekte mit viel Arbeit verbunden sind, bewerten die meisten Beteiligten die Ergebnisse als sehr bereichernde und insbesondere für die Schüler einmalige Erfahrungen. Die Teilnehmer lernen nicht nur reine Fakten, sie erleben alle ihre europäischen Nachbarn auf andere Weise; und ganz nebenbei werden sie im Umgang mit Fremdsprachen sicherer. Vieles der Projektarbeit läuft über Internet und Email, aber ein ganz wichtiger Punkt sind immer die gemeinsamen Treffen der Projektpartner, bei denen neben der Arbeit vor allem das persönliche Kennenlernen der Beteiligten sowie das touristische Erleben der jeweils besuchten Region im Vordergrund stehen. Teilnehmer sind bei diesen Treffen nicht nur Lehrer, sondern vor allem die am Projekt beteiligten Schüler. Neben den inhaltlichen Erkenntnissen bieten solche Reisen und Treffen daher auch benachteiligten Schülern eine gute Möglichkeit, ihre europäischen Nachbarn kennenzulernen.
Mitte November hatte die Grundschule Beutha ein Treffen ihrer Partner organisiert, die an dem Projekt “Mathematik im Lehrplan und täglichen Leben“ beteiligt sind. Zwölf Schul- und Projektleiter aus der Türkei, Spanien, England, Italien und Frankreich waren nach Beutha gekommen, um die Grundschule kennenzulernen. Dies war ein erstes Projektziel und Schulleiterin Franziska Gall konnte ihren Gästen bereits eine fertige CD mitgeben, auf der die Schule vorgestellt wird.
Inhaltlich werden in den nächsten zwei Jahren Mathe in Kunst und Geschichte betrachtet, die Bräuche an den Partnerschulen und vieles andere untersucht. Zwar ist die Projektsprache Englisch, aber bereits die Jüngsten werden in das Projekt eingebunden. Geplant sind auch eine Französisch- und Spanisch-AG. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und an die Partnerschulen weitergegeben.
Auch am Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz waren in der letzten Novemberwoche internationale Gäste zu Besuch. Hier trafen sich ca. 130 Gäste (davon fast 90 Schüler) aus Polen, Spanien, Zypern, Italien, Bulgarien, Griechenland und Schweden im Rahmen ihres Projekts „Young Europeans – Alike but Different“. Wie in Beutha diente dieses Treffen zum einen zur Vorstellung der jeweils erarbeiteten Ergebnisse innerhalb des Projektes. Andererseits konnten so persönliche Kontakte vertieft und den Gästen die Region in Exkursionen gezeigt werden.
Eröffnet wurde das Projekttreffen am 26.11. in der Aula des Gymnasiums. Direktor Vogel, Bürgermeister Trebitz und ein Vertreter des RP begrüßten die Gäste ebenso, wie einer der Nachtwächter von Zwönitz. Ín den folgenden Tagen erlebten die Gäste gemeinsam mit den deutschen Partnern ein vielfältiges Programm. Dies reichte von Projektaktivitäten über das touristische Erleben der Region.
Das Projekt „Young Europeans –Alike but Different“ läuft seit 2008 und soll allen teilnehmenden Schulen die jeweiligen Partnerländer, die Schulen und die Teilnehmer unter verschiedenen Gesichtspunkten vorstellen. Dazu gehören die Beschreibung geographischer und politischer Gegebenheiten genauso wie die Darstellung der Bräuche, Religion, Musik, Festivals und Traditionen etc. des jeweiligen Landes. Im Vordergrund stehen aber auch hier die persönlichen Kontakte, daher stellen sich die Schüler in Blogs gegenseitig vor und beschreiben als Teil des Projekts ihren Lebensalltag. Über email stehen sie in dauerndem Kontakt, der sich mit Hilfe persönlicher Treffen in den verschiedenen Schulen intensiviert hat. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.comenius-zwoenitz.eu
