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Europa-Demo jetzt auch in Zwickau
07.04.2017 | Newsmeldung | EuropeDirect
Die „Pulse of Europe“-Bewegung fasst Fuß in der Region. Indessen denkt die Frankfurter Zentrale über die weitere Ausrichtung der Kampagne nach.
Die proeuropäische „Pulse of Europe“-Bewegung hat ihren ersten Ableger in Südwestsachsen. Am Sonntag wird in Zwickau gegenüber dem Gewandhaus demonstriert. Zu den Initiatoren gehört der ehemalige Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde, Martin Böttger. Auch in Leipzig an der Nikolaikirche und in Dresden, dieses Mal auf dem Theaterplatz, finden 14 Uhr Kundgebungen statt. Aktionen gibt es in mehr als 80 Städten Europas.
Die regionalen Initiativen werden von der Frankfurter Geschäftsstelle von „Pulse of Europe“ (PoE) unterstützt und vernetzt. Ein Verein ist in Frankfurt zur Eintragung angemeldet, teilte Initiator Daniel Röder gestern der „Freien Presse“ mit. „Wir überlegen derzeit, wie wir PoE sinnvoll nach den Wahlen in Frankreich fortführen und gleichzeitig unser eigentliches berufliches und sonstiges Leben führen können.“ Röder ist Anwalt der Frankfurter Kanzlei Greenfort, Richter am Hessischen Anwaltsgerichtshof und Lehrbeauftragter der Gießener Universität.
Vertreter der Frankfurter Zentrale und regionale Aktivisten treffen sich noch im April, sagte Barbara Rucha, die zum Leipziger PoE-Team gehört. Unter anderem überlegen die Aktivisten derzeit, konkretere politische Forderungen aufzumachen. „Man sollte aber nicht glauben, wir hätten bisher keine Ziele gehabt“, sagt Daniel Röder. „Wir wollen aktivieren: die proeuropäischen Kräfte in der Gesellschaft und die Politik in europapolitischen Fragen. Wir sind für eine höhere Wahlbeteiligung in den Niederlanden auf die Straße gegangen und jetzt in Frankreich. Und wir leisten einen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung.“
Martin Böttger in Zwickau sagt: „Bei aller berechtigter Kritik an der EU haben viele Menschen die Sorge, dass europäische Errungenschaften verloren gehen, weil antidemokratische, populistische Kräfte einfache Antworten auf komplizierte Fragen geben.“ Ein Redner am vergangenen Wochenende in Dresden zitierte Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Die erste PoE-Demonstration mit rund 200 Teilnehmern hatte am 27. November vorigen Jahres in Frankfurt stattgefunden. Inzwischen beteiligen sich in ganz Europa mehrere Zehntausend Menschen an den wöchentlichen Kundgebungen.
(Quelle: Freie Presse)
Die proeuropäische „Pulse of Europe“-Bewegung hat ihren ersten Ableger in Südwestsachsen. Am Sonntag wird in Zwickau gegenüber dem Gewandhaus demonstriert. Zu den Initiatoren gehört der ehemalige Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde, Martin Böttger. Auch in Leipzig an der Nikolaikirche und in Dresden, dieses Mal auf dem Theaterplatz, finden 14 Uhr Kundgebungen statt. Aktionen gibt es in mehr als 80 Städten Europas.
Die regionalen Initiativen werden von der Frankfurter Geschäftsstelle von „Pulse of Europe“ (PoE) unterstützt und vernetzt. Ein Verein ist in Frankfurt zur Eintragung angemeldet, teilte Initiator Daniel Röder gestern der „Freien Presse“ mit. „Wir überlegen derzeit, wie wir PoE sinnvoll nach den Wahlen in Frankreich fortführen und gleichzeitig unser eigentliches berufliches und sonstiges Leben führen können.“ Röder ist Anwalt der Frankfurter Kanzlei Greenfort, Richter am Hessischen Anwaltsgerichtshof und Lehrbeauftragter der Gießener Universität.
Vertreter der Frankfurter Zentrale und regionale Aktivisten treffen sich noch im April, sagte Barbara Rucha, die zum Leipziger PoE-Team gehört. Unter anderem überlegen die Aktivisten derzeit, konkretere politische Forderungen aufzumachen. „Man sollte aber nicht glauben, wir hätten bisher keine Ziele gehabt“, sagt Daniel Röder. „Wir wollen aktivieren: die proeuropäischen Kräfte in der Gesellschaft und die Politik in europapolitischen Fragen. Wir sind für eine höhere Wahlbeteiligung in den Niederlanden auf die Straße gegangen und jetzt in Frankreich. Und wir leisten einen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung.“
Martin Böttger in Zwickau sagt: „Bei aller berechtigter Kritik an der EU haben viele Menschen die Sorge, dass europäische Errungenschaften verloren gehen, weil antidemokratische, populistische Kräfte einfache Antworten auf komplizierte Fragen geben.“ Ein Redner am vergangenen Wochenende in Dresden zitierte Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Die erste PoE-Demonstration mit rund 200 Teilnehmern hatte am 27. November vorigen Jahres in Frankfurt stattgefunden. Inzwischen beteiligen sich in ganz Europa mehrere Zehntausend Menschen an den wöchentlichen Kundgebungen.
(Quelle: Freie Presse)
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