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Forschungscampus „Smart Rail Connectivity-Campus“

27.06.2018 | Newsmeldung  | EuropeDirect

Kompetenzen und Innovationskraft zum automatisierten Zugfahren und digitalisierten Bahnbetrieb sollen auf dem Forschungscampus in Annaberg-Buchholz gebündelt werden

Die ersten Weichen für den Forschungscampus in Annaberg-Buchholz sind gestellt: Die Stadt Annaberg-Buchholz und die Technische Universität Chemnitz bewerben sich mit zahlreichen starken Partnern – wie zum Beispiel dem Freistaat Sachsen, der DB Netz AG, der Siemens AG, dem Eisenbahn-Bundesamt sowie Professuren der TU Dresden – um den Zuschlag für Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für ein einzigartiges Modellprojekt in Europa: den Forschungscampus „Smart Rail Connectivity-Campus“. Auf diesem Campus sollen im Erzgebirge hoch automatisiertes Fahren auf Normalspurgleisen der Bahn sowie ökologisches Fahren insbesondere mit hybriden Antrieben weiter erforscht und innovative Mobilitätstechnologien zur Zulas­sung und Markteinführung geführt werden. Da das Niveau und die Art und Weise der Ermöglichung von Mobilität enorme wirtschaftliche wie ökologische Effekte haben, leistet das Projekt bezogen auf den Bahnverkehr und darüber hinaus wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen – ökonomisch, ökologisch und sozial effektiven und effi­zienten – Mobilität. Zudem dient das Vorhaben der Vernetzung der TU Chemnitz mit Unternehmen und Einrich­tungen in der Region Erzgebirge mit ihrem Zentrum Annaberg-Buchholz. Es verschafft diesen den Zugang zu den Forschungskompetenzen der Universität und stärkt so ihre Innovationskompetenz. Dies ist ganz im Sinne des BMBF-Förderprogramms „WIR – Wandel durch Innovation in der Region“.

Die Herausforderungen für die beteiligten Forschungseinrichtungen und ihre Praxispartner sind anspruchsvoll: Beim automatisierten Zugbetrieb spielen die Themen Kontrolle, Sicherheit und Überwachung der Trasse eine entscheidende Rolle. Wichtig ist auch, dass Personen, Signale, Umgebung und Bahnhöfe interaktiv erkannt wer­den. Dazu sind unter anderem leistungsfähige Computer, Sensoren, Kameras und Schnittstellen notwendig. Ent­lang der Trasse soll deshalb ein leistungsfähiges Datennetz von bis zu 5 Gbit/s aufgebaut werden. Aufgrund dieser Themenvielfalt und -komplexität sind in dem Projekt viele Partner integriert. Hauptakteure sind die TU Chemnitz, die Stadt Annaberg-Buchholz und die DB RegioNetz Verkehrs GmbH/Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn. Unter­stützend wirken auch die beiden Chemnitzer Fraunhofer-Institute IWU und ENAS, die Wirtschaftsförderungs­gesellschaften der Stadt Chemnitz und des Erzgebirges, Professuren der TU Dresden sowie viele weitere Wissen­schafts- und Praxispartner.

Am 1. April 2018 wurde bereits eine wichtige Hürde genommen: Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Fördermitteln des BMBF in Höhe von insgesamt 200.000 Euro wird die Projektidee bis Oktober 2018 zu einem detaillierten Konzept erweitert. Von den bundesweit 32 Projekten, die aus mehr als 100 Vorschlägen für diese Konzeptphase ausge­wählt wurden, können nur zwölf Sieger mit einem Zuschlag und erheblichen Fördergeldern des Bundes von je fünf bis acht Millionen Euro allein in den Jahren 2019 und 2020 rechnen.
 
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