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Potok bringt Nachbarn zusammen
17.04.2018 | Newsmeldung | EuropeDirect
Potok ist Tschechisch und heißt Bach. "Aber fragen Sie mich nicht, wie wir als Verein zu diesem Namen kamen", sagt Hans-Uwe Haase. Er ist Vorsitzender des deutsch-tschechischen Kultur-Vereins Potok mit Sitz in Schneeberg. Vielleicht lässt sich der Name so erklären: Jeder Bach hat zwei Ufer, so wie jede Landesgrenze mindestens zwei Nationen zu Nachbarn macht. Bäche fließen über Grenzen hinweg und bewegen Dinge wie Menschen. Zu interpretieren gäbe es viel.Ganz praktisch bemühen sich die 30 Mitglieder des Vereins seit 2012, die Verständigung und das Miteinander zu fördern. Hervorgegangen ist dies laut Haase aus einem Tschechisch-Sprachkurs an der Volkshochschule Aue. "Wir wollten die Sprache praktisch einsetzen und auf diese Weise besser werden."
Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Erzgebirgsverein in Abertamy. "Weitere Partner haben wir in Nejdek, Prebuz und Kraslice", so Haase. Sehr beliebt und zuletzt in Eibenstock mit gut 80 Gästen aus beiden Ländern bestens besucht, sind die deutsch-tschechischen Stammtische, die Potok im Wechsel mit den Abertamern organisiert.
Viel mehr wäre noch möglich, sagt Haase. Doch zuletzt wurde der Aufwand, Fördermittel für grenzüberschreitende Projekte zu beantragen, zu hoch. Dabei wäre es gerade für die tschechischen Partner, die oft mit kleinem Budget kämpfen oder gar kein Geld haben, von Vorteil, wenn es derlei Zuschüsse gäbe. "Es kostet aber zu viel Zeit und ist teils zu kompliziert geworden."
Dem Elan der Mitglieder tut das keinen Abbruch. Gemeinsam lasse sich viel stemmen. "Zu den Stammtischen etwa bringen alle mit, was sie haben. So reicht es am Ende für jeden." Zudem organisiert der Kulturverein Theater- und Konzertbesuche, Bildungs- und Sprachreisen, Exkursionen mit Geologie-Experten wie Petr Rojk sowie Kochkurse "Böhmische Küche", Lesungen, Adventsnachmittage und mehr.
Die deutschen Potok-Mitglieder kommen aus einem großen Einzugsgebiet von Zwickau bis Schwarzenberg, von Eibenstock bis Thierfeld. Die Mentalität der Tschechen beschreibt Haase als gelassen und bodenständig. "Sie sind sehr zuverlässig, wenn auch nicht auf die Minute genau", fügt er schmunzelnd hinzu. Ihre Sprache zu lernen, sollte für Erzgebirger keine Ausnahme sein. "Immerhin wohnen wir eng beisammen. Und es lohnt sich, einander zu verstehen."
(Quelle: Freie Presse)
Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Erzgebirgsverein in Abertamy. "Weitere Partner haben wir in Nejdek, Prebuz und Kraslice", so Haase. Sehr beliebt und zuletzt in Eibenstock mit gut 80 Gästen aus beiden Ländern bestens besucht, sind die deutsch-tschechischen Stammtische, die Potok im Wechsel mit den Abertamern organisiert.
Viel mehr wäre noch möglich, sagt Haase. Doch zuletzt wurde der Aufwand, Fördermittel für grenzüberschreitende Projekte zu beantragen, zu hoch. Dabei wäre es gerade für die tschechischen Partner, die oft mit kleinem Budget kämpfen oder gar kein Geld haben, von Vorteil, wenn es derlei Zuschüsse gäbe. "Es kostet aber zu viel Zeit und ist teils zu kompliziert geworden."
Dem Elan der Mitglieder tut das keinen Abbruch. Gemeinsam lasse sich viel stemmen. "Zu den Stammtischen etwa bringen alle mit, was sie haben. So reicht es am Ende für jeden." Zudem organisiert der Kulturverein Theater- und Konzertbesuche, Bildungs- und Sprachreisen, Exkursionen mit Geologie-Experten wie Petr Rojk sowie Kochkurse "Böhmische Küche", Lesungen, Adventsnachmittage und mehr.
Die deutschen Potok-Mitglieder kommen aus einem großen Einzugsgebiet von Zwickau bis Schwarzenberg, von Eibenstock bis Thierfeld. Die Mentalität der Tschechen beschreibt Haase als gelassen und bodenständig. "Sie sind sehr zuverlässig, wenn auch nicht auf die Minute genau", fügt er schmunzelnd hinzu. Ihre Sprache zu lernen, sollte für Erzgebirger keine Ausnahme sein. "Immerhin wohnen wir eng beisammen. Und es lohnt sich, einander zu verstehen."
(Quelle: Freie Presse)
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