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Tschechien benötigt dringend Ausbildungsreform

03.11.2016 | Newsmeldung  | EuropeDirect

In einem "Spezial Tschechien" berichtet das Handelsblatt, dass Fachkräftemangel und Korruption ausländischen Firmen zu schaffen machen. Nach einer Konjunkturumfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer hat sich die Wahrnehmung von Korruption und Wirtschaftskriminalität verbessert. Laut Transparency International schaffte Tschechien den Sprung von Platz 53 auf 37 im weltweiten Korruptions-Ranking im öffentlichen Sektor.

Ein großes Problem für ausländische Investoren ist das unzeitgemäße, wirtschaftsferne Ausbildungssystem. In Tschechien fehlen wichtige praxisorientierte Elemente. Unternehmen kritisieren seit langem, dass die Ausbildung fast vollständig in den Berufsschulen und ihren veralteten Werkstätten stattfindet. Das duale System in Deutschland könnte hier ein Vorbild werden.

Die Reform der Ausbildung ist überfällig. Doch einen Durchbruch hat die Mitte-links-Regierung in Prag noch nicht geschafft. "Das Bildungssystem muss möglich machen, dass die Schüler diese neue Technologie 'anfassen' können. Dass sie mit ihr arbeiten lernen. Das geht eben nur direkt in den Unternehmen", sagte Bernard Bauer, geschäftsführender Vorstand der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer dem Handelsblatt. "Tschechien braucht so schnell wie möglich eine Reform."

(Quelle: Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer)
 
 
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