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Stand / Druckdatum: 25.06.2017

Zahlen und Fakten

 

 
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Zahlen und Fakten

Die Europäische Union besteht aus 28 Mitgliedsstaaten. Zu diesen gehören die sechs Gründerstaaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. 1973 kamen Dänemark, Irland und das Vereinte Königreich hinzu, 1981 Griechenland. Im Jahre 1986 traten Spanien und Portugal bei. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden 1995 die neutralen Staaten Österreich, Finnland und Schweden in die EU aufgenommen. Im Jahre 2004 erfolgte die sogenannte Osterweiterung, bei der insgesamt zehn Staaten in die EU integriert wurden: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Zypern. 2007 folgten Rumänien und Bulgarien sowie 2013 Kroatien als jüngster Mitgliedsstaat.

Als Bewerberländer gelten die Türkei, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Albanien. Island zog seine Bewerbung im März 2015 zurück.

In der Europäischen Union leben ca. 505 Millionen Menschen auf einer Fläche von
4.413.652 km². Insgesamt gibt es 24 Amtssprachen.

Der 9. Mai ist der Europatag. An diesem Tag wurde 1950 die Schuman-Erklärung abgegeben, die den Grundstein der Europäischen Union bildet. Die Europaflagge besteht aus zwölf fünfzackigen Sternen auf blauem Grund. Die Europahymne ist eine Instrumentalfassung des Hauptthemas An die Freude aus dem letzten Satz der neunten Sinfonie Ludwig van Beethovens.
 
 
Eurostat: Schlüsseldaten zur EU (pdf 3.2 MB)
 
 
 

Die EU - ein geschichtlicher Überblick

Am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman vor, die europäische Montanindustrie unter eine gemeinsame Aufsicht zu stellen.

Auf Grundlage dieser Idee wurde am 18. April 1951 im Vertrag von Paris die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet.

Am 25. März 1957 führten die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Zehn Jahre später wurden EGKS, EWG und Euratom in einem Fusionsvertrag zusammengeführt und von nun an als Europäische Gemeinschaft (EG) bezeichnet.

Durch die Einheitliche Europäische Akte (EEA) im Jahre 1986 wurde der Weg für einen Binnenmarkt bereitet, der Handelshemmnisse zwischen den Mitgliedsstatten beseitigen sollte.

Mit dem Vertrag von Maastricht vom 7. Februar 1992 erklärte sich die Europäische Gemeinschaft (EG) zur Europäischen Union (EU). Durch das Ende des Kalten Krieges übernahm die Union nun verstärkt politische Verantwortung. Außerdem wurde mit dem Vertrag von Maastricht die Wirtschafts- und Währungsunion beschlossen.

Der Vertrag von Lissabon vom 13. Dezember 2007 bildet den bisher letzten Meilenstein in der Entwicklung der EU. Es wurden neue Strukturen geschaffen und die Arbeitsweise und Abstimmungsregeln der EU-Institutionen erleichtert. Das Europäische Parlament wurde gestärkt und zum gleichberechtigten Gesetzgeber neben dem Rat der Europäischen Union erklärt. Der Rat wiederum wurde handlungsfähiger, da Abstimmungen nun zum großen Teil durch das Mehrheitsprinzip und nicht wie bisher durch das Einstimmigkeitsprinzip stattfinden. Außerdem wurde der Posten des Hohen Vertreters für Außen- und Sicherheitspolitik eingeführt, ein Amt, dass die EU gemeinsam mit dem Präsidenten des Europäischen Rats nach außen vertritt. Mit dem Vertrag von Lissabon trat ebenfalls die Charta der Grundrechte in Kraft.
 
 
 
 

Der Euroraum

Mit dem Vertrag von Maastricht wurde die Wirtschafts- und Währungsreform der Europäischen Union beschlossen. Alle Mitgliedsstaaten, außer Großbritannien und Dänemark, verpflichten sich, den Euro einzuführen. Seit 2002 wurde die gemeinsame Währung in Umlauf gebracht. Inzwischen gehört er für 19 Mitgliedsstaaten der EU zum Alltag.

Um den Euro einführen zu können. müssen die EU-Mitgliedsstaaten die Konvergenzkriterien (auch Maastricht-Kriterien genannt) erfüllen. Diese besagen:
 
  • Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über derjenigen der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen.
  • Der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts betragen. Das jährliche Haushaltsdefizit darf nicht mehr als 3 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.
  • Der Staat muss mindestens zwei Jahre lang ohne Abwertung am Wechselkursmechanismus II teilgenommen haben. Dabei darf die Währung des Landes nur in einer bestimmten Wechselkursbandbreite (meist 15 %) vom Eurokurs abweichen; bei größeren Abweichungen muss die Zentralbank des Landes intervenieren.
  • Der Zinssatz langfristiger Staatsanleihen darf nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen.
Neun Mitgliedsstaaten haben bisher noch keinen Euro. Großbritannien und Dänemark sind durch Ausnahmeprotokolle von der Euroeinführung befreit. Schweden nimmt nicht am Wechselkursmechanismus II teil und verzögert so die Erfüllung der Konvergenzkriterien. Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn konnten die Konvergenzkriterien bisher noch nicht in vollem Maße umsetzen.
 
 
 
 

Der Schengen-Raum

Mit dem Schengener Abkommen wurde im Jahre 1985 von fünf Mitgliedsstaaten der EU beschlossen, die Kontrolle an ihren Binnengrenzen abzuschaffen. In den darauffolgenden Jahren schlossen sich immer mehr Mitgliedsstaaten und auch einige Nicht-EU-Länder diesem Abkommen an.

Im Großteil des europäischen Raumes finden deshalb heute keine Grenzkontrollen mehr statt. Gleichzeitig arbeiten alle Schengen-Länder zusammen, um ein hohes Sicherheitsniveau im Schengen-Raum zu gewährleisten. Zudem gelten gemeinsame Kriterien für die Kontrolle der Außengrenzen.

EU-MItgliedsstaaten, die nicht dem Schengen-Raum angehören: Bulgarien, Großbritannien, Irland, Kroatien, Rumänien und Zypern

Nicht-EU-Länder, die sich dem Schengen-Raum angeschlossen haben: Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz

Der Schengen-Raum als Raum ohne Binnengrenzen bedeutet jedoch nicht die Abschaffung des Zolls. Die Europäischen Zollunion regelt den freien Warenverkehr innerhalb der EU und kontrolliert die Ein- und Ausfuhr von Waren aus bzw. in Drittstaaten. Mit der Ausnahme von Neuwagen, hohen Bargeldsummen sowie Sonderregelungen für Tabak und Alkohol bestehen keinerlei Mitnahmebeschränkungen bei Reisen innerhalb der EU.
 
 
 
 
 

Die Mitgliedsstaaten der EU:

  Mitgliedsstaaten der EU
 
 

Gründungsväter der EU:

Robert Schuman
Jean Monnet
Konrad Adenauer

  Gründerväter der EU