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Auf der Plattform werden Echtzeitinformationen über Grenzen, Verkehrsmittel und Tourismusdienstleistungen in den Mitgliedstaaten bereitgestellt.
Re-open EU bietet auch praktische Informationen der Mitgliedstaaten über Reisebeschränkungen und Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit (Abstandsregeln, Tragen von Gesichtsmasken usw.) sowie sonstige nützliche Hinweise auf Tourismusangebote in der EU und den einzelnen Mitgliedstaaten.
https://reopen.europa.eu/de
Re-open EU bietet auch praktische Informationen der Mitgliedstaaten über Reisebeschränkungen und Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit (Abstandsregeln, Tragen von Gesichtsmasken usw.) sowie sonstige nützliche Hinweise auf Tourismusangebote in der EU und den einzelnen Mitgliedstaaten.
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Der Waldgänger aus Prag
20.03.2017 | Newsmeldung | EuropeDirect
Petr Mikšíček brach als Student zur Umrundung Tschechiens auf. Er entdeckte das vergessene Sudetenland – und wurde zum Versöhner zwischen Deutschen und Tschechen.
„Das erste Buch meines Lebens war ein Schulatlas.“ Das schreibt Petr Mikšíček über sich selbst. Es war ein Atlas, in dem sich auf der Landkarte seiner Heimat ausschließlich tschechische Ortsnamen fanden. Doch wenn er als Kind zu den Großeltern nach Rudné (Trinksaifen) ins Erzgebirge kam, standen dort in den 1980er- Jahren noch Dosen mit deutschen Aufschriften „Zucker“, „Salz“ und „Mehl“ – und der Junge fragte: „Warum haben wir alte deutsche Bücher auf dem Dachboden?“
Die Antwort bekam Petr Mikší-ček erst, als er im Jahr 2000 zu einer 90-tägigen Wanderung aufbrach. Den Studenten der Kulturwissenschaft an der Prager Karlsuniversität zog es in die Natur. Er kaufte Landkarten und beschloss, die Bergkette abzuwandern, von der Tschechien umgeben ist. Im Lausitzer Gebirge traf er auf Rentner aus Deutschland, denen die Orte in Böhmen vertraut schienen und die deutsche Namen für Berge und Dörfer gebrauchten. So begann der junge Tscheche, sich selbst mit der Vergangenheit zu beschäftigen, die für viele seiner Landsleute ein Tabu war.
„Waldgang“ – so nannte Petr Mikšíček seinen Weg entlang der deutsch-tschechischen Grenze, auf dem er letztlich nicht nur die Natur, sondern vor allem eine untergegangene Zivilisation entdeckte. Der 39-Jährige ist heute selbstständiger Autor, Fotograf und Filmemacher, lebt mit Frau und zwei Kindern in Prag und Abertham/Abertamy im Erzgebirge. Der Alltag im Grenzland, die Geschichte der Sudetendeutschen und die Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen sind zu seinem Lebensthema geworden.
Auf der deutschen Seite des Erzgebirges kennt man ihn längst. Vergangenen Donnerstag war Petr Mikšíček zu Gast in Schlettau. Um die 100 Menschen kamen zu Lesung und Filmvorführung ins Schloss. Sein neuestes Projekt sind Kurzfilme über die erzgebirgische Sagengestalt Marzebilla aus dem 15./16. Jahrhundert – eine junge Frau, deren Bräutigam von einem Rivalen ermordet wird und die seither unglücklich in Bergen und Stollen haust, die Männer im Moor versinken lässt und die undurchdringlichen Nebel durchs Bergland schickt. „Krušné horory“ – „Horror aus dem Erzgebirge“ (Krušné hory) nennt der Filmemacher seine Produktion. Im Herbst sollen Buch und DVD erscheinen. Inzwischen gibt es einen ersten Kontakt zu einem deutschen Partner; damit könnten 2018 auch Filmadaptionen von Geschichten auf sächsischer Seite entstehen.
Einer der Kurzfilme handelt von der Luftschlacht 1944 über Schmiedeberg (heute Kovařska) und der Vertreibung der Deutschen aus dem Dorf Königsmühle, von dem heute nur noch Mauerreste künden, das aber dank Petr Mikšíček als Ort der Kultur und Begegnung am Keilberg wiederentdeckt wurde. Tschechische Laiendarsteller spielen in dem Film Sudetendeutsche, die ihre Heimat verlassen müssen. Für die Schauspieler war das eine wichtige Erfahrung. Dem Regisseur sagten sie: „Jetzt können wir nachempfinden, was die Leute damals fühlten.“
Buchtipp Petr Mikšíček: "Waldgang. Ein Streifzug zwischen deutscher Vergangenheit und tschechischer Gegenwart." 2014. Videos unter vimeo.com/miksicek.
(Quelle: Freie Presse)
„Das erste Buch meines Lebens war ein Schulatlas.“ Das schreibt Petr Mikšíček über sich selbst. Es war ein Atlas, in dem sich auf der Landkarte seiner Heimat ausschließlich tschechische Ortsnamen fanden. Doch wenn er als Kind zu den Großeltern nach Rudné (Trinksaifen) ins Erzgebirge kam, standen dort in den 1980er- Jahren noch Dosen mit deutschen Aufschriften „Zucker“, „Salz“ und „Mehl“ – und der Junge fragte: „Warum haben wir alte deutsche Bücher auf dem Dachboden?“
Die Antwort bekam Petr Mikší-ček erst, als er im Jahr 2000 zu einer 90-tägigen Wanderung aufbrach. Den Studenten der Kulturwissenschaft an der Prager Karlsuniversität zog es in die Natur. Er kaufte Landkarten und beschloss, die Bergkette abzuwandern, von der Tschechien umgeben ist. Im Lausitzer Gebirge traf er auf Rentner aus Deutschland, denen die Orte in Böhmen vertraut schienen und die deutsche Namen für Berge und Dörfer gebrauchten. So begann der junge Tscheche, sich selbst mit der Vergangenheit zu beschäftigen, die für viele seiner Landsleute ein Tabu war.
„Waldgang“ – so nannte Petr Mikšíček seinen Weg entlang der deutsch-tschechischen Grenze, auf dem er letztlich nicht nur die Natur, sondern vor allem eine untergegangene Zivilisation entdeckte. Der 39-Jährige ist heute selbstständiger Autor, Fotograf und Filmemacher, lebt mit Frau und zwei Kindern in Prag und Abertham/Abertamy im Erzgebirge. Der Alltag im Grenzland, die Geschichte der Sudetendeutschen und die Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen sind zu seinem Lebensthema geworden.
Auf der deutschen Seite des Erzgebirges kennt man ihn längst. Vergangenen Donnerstag war Petr Mikšíček zu Gast in Schlettau. Um die 100 Menschen kamen zu Lesung und Filmvorführung ins Schloss. Sein neuestes Projekt sind Kurzfilme über die erzgebirgische Sagengestalt Marzebilla aus dem 15./16. Jahrhundert – eine junge Frau, deren Bräutigam von einem Rivalen ermordet wird und die seither unglücklich in Bergen und Stollen haust, die Männer im Moor versinken lässt und die undurchdringlichen Nebel durchs Bergland schickt. „Krušné horory“ – „Horror aus dem Erzgebirge“ (Krušné hory) nennt der Filmemacher seine Produktion. Im Herbst sollen Buch und DVD erscheinen. Inzwischen gibt es einen ersten Kontakt zu einem deutschen Partner; damit könnten 2018 auch Filmadaptionen von Geschichten auf sächsischer Seite entstehen.
Einer der Kurzfilme handelt von der Luftschlacht 1944 über Schmiedeberg (heute Kovařska) und der Vertreibung der Deutschen aus dem Dorf Königsmühle, von dem heute nur noch Mauerreste künden, das aber dank Petr Mikšíček als Ort der Kultur und Begegnung am Keilberg wiederentdeckt wurde. Tschechische Laiendarsteller spielen in dem Film Sudetendeutsche, die ihre Heimat verlassen müssen. Für die Schauspieler war das eine wichtige Erfahrung. Dem Regisseur sagten sie: „Jetzt können wir nachempfinden, was die Leute damals fühlten.“
Buchtipp Petr Mikšíček: "Waldgang. Ein Streifzug zwischen deutscher Vergangenheit und tschechischer Gegenwart." 2014. Videos unter vimeo.com/miksicek.
(Quelle: Freie Presse)
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