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Stand / Druckdatum: 24.07.2019

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EU-Ratspräsidentschaft Juli - Dezember 2019: FINNLAND






 
 

EU Zeit 1/2019

Das Magazin zur EU-Förderung in Sachsen

In dieser EU-Zeit finden Sie die Geschichten und Ideen von Menschen aus ganz Sachsen, die dank der Förderung durch die EU ihr Projekt umsetzen konnten.

Herausgeber: Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr


 
 
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Finanzspritze für Kooperation

01.07.2019 | Pressemitteilung  | EuropeDirect

Deutsche Fassung noch in Vorbereitung

Der lokale Lenkungsausschuss für Kleinprojekte im Kooperationsprogramm von Freistaat Sachsen und Tschechischer Republik für 2014 bis 2020 hat sieben weitere Projekte bewilligt. Mit nahezu 100.000 Euro werden sie gefördert – von der Europäischen Union.

VON THORALD MEISEL

KLINGENTHAL - Zwei Sportprojekte, je ein Vorhaben im Kultur-, Ernährungs- und Kinderbereich sowie zwei Vorhaben zur Traditionspflege werden vom lokalen Lenkungsausschuss für Kleinprojekte im Kooperationsprogramm von Freistaat Sachsen und Tschechischer Republik für 2014 bis 2020 bewilligt und mit nahezu 100.000 Euro von der EU gefördert. Darüber informierte Steffen Schönicke, Geschäftsführer der Arbeitsgruppe Sachsen/Thüringen der Euregio Egrensis. Darüber hinaus hat der Ausschuss 103.875 Euro Fördermittel für neun auf tschechischer Seite beantragte Projekte bewilligt.

Die Projekte im Vogtland und im Erzgebirge im Überblick:

Kleiner Maulwurf: Krtek, den kleinen Maulwurf, kennen inzwischen viele Kinder im Vogtland und in Westböhmen. Mit ihm soll es bunt gemischt durchs Jahr gehen. Die Stadt Markneukirchen hat dafür zahlreiche Aktivitäten geplant: Indianertag mit Krtek in Mühlgrün/ Mlynek, Martinsumzug in Neukirchen/Nový Kostel, Wildtierfütterung in Erlbach, ein Märchenvormittag in Schönbach/Luby und
ein Besuch im Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen. Gefördert wird das Vorhaben mit 12.409 Euro.

Fußballcamp: Der Sportverein Turbine Bergen will gemeinsam mit dem FC Slavia Karlovy Vary im September ein Kinder- und Jugendfußballcamp in Grünheide veranstalten. Im März 2020 soll es dann für die Kinder und Jugendlichen eine Folgeveranstaltung in Karlsbad/Karlovy Vary geben. Ziel ist es, die Nachwuchsarbeit auf professionellere Beine zu stellen. Gemeinsam soll entwickelt und ausprobiert werden. In einem Vorprojekt gab es bereits eine Weiterbildung der Trainer. Die dabei erlernte „Alligator-Methode“ soll nun angewendet werden. Diese verspricht ein besseres Training der Kopf-Körper-Koordination der jungen Sportler. So will man dem Nachwuchs beibringen, wie sich auch in konfliktträchtigen Situationen souverän und zielorientiert handeln lässt. Gefördert wird das Projekt mit 15.000 Euro.

Tischtennis: Durch Sportbegegnungen will der 1. TTV Schwarzenberg mit seinem Partner Apollo Ústí nad Labem zur Verbesserung von Sprachkenntnissen beitragen. Dazu planen beide Vereine ein siebentägiges Tischtennis-Trainingscamp. Dabei sein sollen mindestens 20 Nachwuchsspieler im Alter von acht bis 18 Jahren aus der tschechisch-sächsischen Region. Zwischen den Trainingseinheiten soll gemeinsamer Sprachunterricht stattfinden. Das dabei Gelernte soll dann bei einem gemeinsamen Kultur- und Ausflugsprogramm in der Praxis angewendet werden. Die Förderung beträgt hier 14.974 Euro.

Genussmarkt: Den ersten deutsch- tschechischen Genussmarkt auf dem Spiegelwald in Grünhain-Beierfeld plant der Tourismus-Zweckverband Spiegelwald mit Partnern aus dem nordböhmischen Franzenthal-Ulgersdorf/Františkov nad Plouènicí. Anliegen ist es, das vielfältige Angebot regionaler Produkte aus dem Nachbarland probieren zu können. Die Bezirksagrarkammer Brüx/Most will dabei
über mehrere Tage hinweg landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Tschechien präsentieren. Geplant ist eine zweitägige Exkursion zu Direktvermarktern in Nordböhmen. Gespräche und ein Workshop sollen die touristische Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte grenzüberschreitend unterstützen. Die Förderung beträgt 9825 Euro.

Geschichte: Mit einem Goethe-Projekt will die Stadt Grünhain-Beierfeld an den 270. Geburtstag des deutschen Dichters und den 120. Todestag der Baronin Ulrike von Levetzow erinnern. Partner ist dabei die nordböhmischen Gemeinde Trieblitz/ Třebívlice. Goethe und die Baronin sind untrennbar mit der Geschichte von Trieblitz/Třebívlice verbunden, widmete Goethe der Levetzow doch ein literarisches Werk. Ende September sollen 40 Gäste aus Grünhain-Beierfeld auf die Studienfahrt „Ulrike von Levetzow“ nach Trebívlice gehen: Zum Festwochenende am 27. und 28. September sind eine Levetzow-Ausstellung und Fachvorträge geplant. Die Förderung beträgt 11.739 Euro.

Köhlerhandwerk : Auf historischen Pfaden des Erzgebirges wandelt auch der Köhlerverein Erzgebirge in Sosa. Sein Fördervorhaben widmet sich buchstäblich dem Pfad der alten Köhler des Erzgebirges. Gemeinsam mit Partnern aus Luditz/ Žlutice will man deutsch-tschechische Begegnungstage ausrichten: Im Plan des dreitägigen Köhlerfests vom 6. bis 8. September stehen die Eröffnung des Freilichtmuseums Schauköhlerei Sosa, ein deutsch-tschechischer Schülerprojekttag rund um die Köhlerei nebst einem Tag der Vereine, ein deutsch-tschechischer Handwerkermarkt mit Erfahrungsaustausch, Workshops und Vorführungen sowie ein Tag der offenen Tür im Freilichtmuseum. Für den Herbst ist eine deutsch-tschechische Schülerprojektwoche geplant. Förderung: 14.742 Euro.

Schwibbögen: Der Förderverein Pferdegöpel Johanngeorgenstadt plant gemeinsam mit der Partnerstadt Neudek/Nejdek unter dem Motto „Schwibbögen überall“ eine Ausstellung von 50 Schwibbögen, die vom 30. November bis 1. März 2020 im Pferdegöpel der Bergstadt zu sehen sein soll. Besonders tschechischen Schülern und Besuchern der deutsch-tschechischen Region sowie Gästen will man damit diese erzgebirgische Tradition näher bringen. So kennt man in Neudek/
Nejdek traditionell keine halbrunden Weihnachtsbögen. In der Ausstellung soll auch die Maschinerie des Pferdegöpels vorgeführt werden. Ebenso ist gemeinsames Musizieren von Musikschülern vorgesehen. Die Förderung beträgt 15.000 Euro.

DER AUSSCHUSS, der über Projekte entscheidet, tagt das nächste Mal im September. Die Anträge hierfür müssen bis 25. Juli vorliegen.
Kontakt: Petra Klein, Ruf 03741 180 8758

Annaberger Zeitung, 1.7.2019
 
 
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