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Südwestsachsen zählt zu den innovativsten Regionen Europas

29.08.2016 | Newsmeldung  | EuropeDirect

Die Europäische Kommission zählt Südwestsachsen unter den 214 europäischen Regionen zu den 36 Innovationsführern. In Ostdeutschland finden sich darüber hinaus nur noch Dresden und Berlin in dieser Kategorie wieder. Gegenüber der letzten Untersuchung 2014 hat sich die südwestsächsische Innovationsfähigkeit weiter verbessert. Leipzig ist aus der höchsten Kategorie abgestiegen. Auch Dresdens Innovationskraft ist leicht gesunken. Das geht aus dem "European Innovation Scoreboard" hervor.

Demnach liegt die Stärke Südwestsachsens vor allem beim Mittelstand, der überdurchschnittlich häufig Innovationen hervorbringt und intensiv mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen kooperiert. Insgesamt wurden 2014 laut Statistischem Bundesamt in Sachsen 2 ,66 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert. Damit gab Sachsen unter den neuen Bundesländern dafür am meisten aus und ließ auch Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und das Saarland hinter sich.

Allerdings war der Anteil der sächsischen Betriebe daran mit 1,14 Prozent relativ gering. Ursache dafür sind die kleinteilige Wirtschaftsstruktur und die Tatsache, dass es keine Konzernzentralen im Freistaat gibt. Das kompensierten aber die öffentliche Hand und die Hochschulen, von denen in Sachsen mehr als jeder zweite Euro in den gesamten Forschungs- und Entwicklungsetat floss.

"Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind bei uns zwar in der Forschung tätig und arbeiten an neuen Produkten und Prozessen", sagt Christoph Neuberg, Geschäftsführer Industrie und Außenwirtschaft der Industrie- und Handelskammer Chemnitz. "Nun heißt es aber, noch stärker aus Innovationen Kapital zu schlagen." Denn bei der wirtschaftlichen Nutzung und Vermarktung von Innovationen schnitten die Unternehmen der Region unterdurchschnittlich ab.

Das wirkt sich auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP), den wichtigsten Indikator für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Landes, aus. Beim BIP ist der Freistaat nämlich 2015 trotz einer Steigerung gegenüber den alten Bundesländern zurückgefallen, weil deren BIP noch stärker gestiegen ist. Auch beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Verdienst und bei der Produktivität konnte Sachsen zum Westen nicht aufholen. Im europaweiten Vergleich hat es sich nach Angaben der Industrie- und Handelskammer jedoch weiter verbessert.

(Quelle: Freie Presse)
 
 
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