EUROPE Direkt Informationszentren Erzgebirge
 
Stand / Druckdatum: 22.02.2018

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Wichtige Information:

Europe Direct Informations-zentrum geht doch weiter!

Nachdem das Europe Direct Informationszentrum Erzgebirge im Dezember 2017 die Absage zur Bewerbung für die neue Generation 2018-2020 erhielt, bleibt das Zentrum nun doch Teil des europaweiten Netzwerks.

Aufgrund der Interventionen der Region wurde das Zentrum im ländlichen Raum, unmittelbar an der Grenze zur Tschechischen Republik, als eines von vier Zentren in Deutschland mit zusätzlichen Mitteln der EU begünstigt. Es wurde Anfang Februar nachträglich als Informationszentrum ausgewählt.

Die Arbeit von Europe Direct Erzgebirge darf offiziell ab dem 1. März 2018 fortgeführt werden. Die Beratungsstelle steht weiterhin, wie seit 2009, für Fragen und Informationen rund um europäische Themen zur Verfügung.
 
 

​Sachsen und Tschechien bewerben sich gemeinsam für Weltkulturerbe „Die Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří“

12.12.2017 | Newsmeldung  | Projekte

Ulbig: „Gemeinsame Bewerbung hat gute Chance“

  Unterzeichnung Antrag SMI Montanregion Welterbe 201
Innenminister Markus Ulbig und der Kulturminister der Tschechischen Republik, Daniel Herman, haben heute gemeinsam den grenzübergreifenden Antrag der „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ auf Aufnahme in die Welterbeliste feierlich unterzeichnet.

Innenminister Markus Ulbig: „Die Montanregion Erzgebirge mit ihrem herausragenden kulturellen Erbe hat es verdient, Welterbe zu werden. Die gesamte Region in Sachsen und in der Tschechischen Republik wird über die eigentlichen Grenzen des Welterbegebietes hinaus von der Anerkennung profitieren. Das Welterbeprojekt ist ein herausragendes Beispiel für eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass die gemeinsame sächsisch-tschechische Bewerbung erfolgreich sein wird.“

Der Antrag setzt sich nun aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bestandteile repräsentieren jetzt in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. Sie stehen funktional in Zusammenhang und bilden größere Kulturlandschaften.

Hierzu wurden folgende Kernempfehlungen des ICOMOS (International Council on Monuments and Sites/Internationaler Denkmalrat) aufgegriffen:
1. Kulturlandschaft: Einzelne Bestandteile wurden zu größeren Kulturlandschaftsgebieten verbunden.
2. Es erfolgte eine Konzentration auf den Erzbergbau.
3. Präzisierung des OUV (Outstanding Universal Value) – Der außergewöhnliche universelle Wert des erzgebirgischen Montanwesens wurde im Zusammenhang mit den technologischen, wissenschaftlichen und administrativen Errungenschaften stärker herausgestellt.
Das Antragsdossier umfasst drei Bände von insgesamt 782 Seiten: den eigentlichen Antrag, den Managementplan und einen umfangreichen Kartenband. Nach der Signierung wird es über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland dem Welterbezentrum der UNESCO zugeleitet. Im Sommer 2018 findet die Evaluierung des Antrages durch ICOMOS International, das Beratungsorgan der UNESCO für die Bewertung von Kulturerbe-Nominierungen, statt. Bis Ende Februar 2019 besteht die Möglichkeit auf Rückfragen durch ICOMOS International zu reagieren und erforderliche zusätzliche Informationen einzureichen. Im Sommer 2019 entscheidet das Welterbekomitee dann auf seiner 43. Sitzung über den Welterbeantrag auf Basis der durch ICOMOS International ausgesprochenen Empfehlung.

ICOMOS International hat bereits im ersten Anlauf die Erzgebirgsregion als eine bedeutende historische Bergbauregion mit Welterbepotenzial bewertet. Dennoch empfahlen die Experten im vergangenen Jahr, den Welterbeantrag dem UNESCO-Welterbekomitee noch nicht zur Entscheidung vorzulegen. Vielmehr sollte in weiterer enger Abstimmung mit ICOMOS der Antrag noch konzeptionell geschärft werden. Der gemeinsame sächsisch-tschechische Welterbeantrag ist vor der endgültigen Abgabe mit viel Engagement auf beiden Seiten überarbeitet worden.
ln der Region wird das Projekt auf sächsischer Seite getragen vom Welterbeverein Montanregion Erzgebirge e. V., in dem drei Landkreise und 32 Kommunen im Welterbegebiet Mitglied sind. Die inhaltlich-fachliche Erstellung der Antragsunterlagen erfolgte über das IWTG, TU Bergakademie Freiberg, Unterstützung gab es durch die Welterbekoordination Sachsen. Auf tschechischer Seite ist die Montanregion Krušné hory/Erzgebirge o.p.s. (gGmbH) mit sechs Kommunen und zwei Bezirken Träger des Antrags.

Bildunterschrift:
von rechts nach links: Frank Vogel | Landrat des Erzgebirgskreises, Volker Uhlig | Vorsitzender Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.“, Markus Ulbig | Sächsischer Staatsminister des Innern, Daniel Herman | Kulturminister der tschechischen Republik, Zdeněk Lakatoš | Bürgermeister der Bergstadt Abertamy/Abertham und Vorstandsvorsitzender der Montanregion Krušné hory – Erzgebirge, o.p.s., Rostislav Kadlec | Stadtrat der Bergstadt Krupka/Graupen
sowie zwei Bergbrüder der Bergknapp- und Brüderschaft "Glück auf" e.V. Frohnau/Erzgebirge

Ansprechpartner für diese Medieninformation:
Andreas Kunze-Gubsch
Telefon +49 351 564-3040
Telefax +49 351 564-3049
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