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EU Zeit 1/2019

Das Magazin zur EU-Förderung in Sachsen

In dieser EU-Zeit finden Sie die Geschichten und Ideen von Menschen aus ganz Sachsen, die dank der Förderung durch die EU ihr Projekt umsetzen konnten.

Herausgeber: Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr


 
 
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„SmartERZ“ – Startschuss für Innovationsprojekt gefallen

16.04.2019 | Newsmeldung  | EuropeDirect

Erzgebirge, 16.04.2019. Was haben ein Rucksack, der mittels Solarmodulen das Handy laden kann und ein leuchtender Autohimmel gemeinsam? Die verwendeten Textilien wurden mit smarten Eigenschaften versehen. Zwei simple und unstrittig nicht lebenswichtige Beispiele, die dennoch beispielhaft zeigen, wohin in Zukunft rein technisch die Reise gehen wird. Mehr und mehr werden in vielen Bereichen des Lebens intelligente Leichtbaumaterialien herkömmliche Faserverbundwerkstoffe ersetzen und mit schlauen Funktionen versehen. Auf diesem Innovationsfeld nimmt das Projekt „Smart composites ERZ“ in der Region Erzgebirge Fahrt für die Zukunft auf.

Vergangenen Donnerstag fiel mit einer Netzwerkveranstaltung im Technologieorientierten Gründer- und Dienstleistungszentrum Annaberg der Startschuss, um die Projektidee mit Leben, mit zukunftsträchtigen Ideen zu füllen. Die Agenda stand unter dem Motto „Kommunikation bringt Innovation!“. SmartERZ“ ist eine von drei Initiativen aus dem Erzgebirge, die kürzlich mit ihrem Innovationskonzept als eines von drei erzgebirgischen und 20 ostdeutschen Bündnissen in das Programm "WIR! – Wandel durch Innovation in der Region" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgenommen wurde.

Wenn Kommunikation eine gute Basis für Innovationen darstellt, dann darf man gespannt in die Zukunft des Projektes „SmartERZ“ schauen. Mittels einer „Speed Connection“ wurden die 75 Teilnehmer der Netzwerkveranstaltung aufgefordert, ähnlich wie bei einem Speed Dating, mit den Tischpartnern intensiv ins Gespräch zu kommen. Kurzes Kennenlernen, aber vor allem Austauschen von ersten Ideen und Gründen, warum man sich für eine Mitarbeit im Projekt entschlossen hat, standen im Vordergrund. „80 Prozent der Innovation ist eine Rekonstruktion aus bereits bekannten Dingen – Konzepten und Technologien. So ist es logisch, dass Innovation eine Folge von Kommunikation dieser Ideen ist“, erklärt Dr. Ina Meinelt, Kommunikationsexpertin und Moderatorin der Veranstaltung am Rande der Speed Connection, die den Konferenzraum stimmlich in einen Bienenstock verwandelte. Eine Online-Abstimmung unter den Interessenten brachte live das Ergebnis, dass innovative Produkt- und Technologieentwicklung die Themen sind, die individuell am relevantesten sind.

137 Partner, davon 102 Unternehmen, 25 wissenschaftliche Einrichtungen und 10 gesellschaftliche Institutionen, haben sich bis heute in dem Netzwerk „Smart ERZ“ zusammengeschlossen. „Aufgrund der vielfältigen Branchen ist das Projekt eine echte Chance, interdisziplinär kreativ zu werden“, macht Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice beim Konsortialführer des Projektes Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE), Mut für lebendige Projektskizzen. Ab Ende Juni gibt es dazu auf der Webseite www.smarterz.de Vorlagen, wie Projektsteckbriefe aussehen sollen. Das Innovationsmanagement wird die WFE übernehmen, ein Beirat als Gremium die eingereichten Projekte bewerten. Ideen, wie man vor allem Leichtbaumaterialien künftig mit intelligenten und multifunktionalen Eigenschaften über Sensoren oder Aktoren verbinden kann, gab es im Raum viele. Wichtig ist es nun, für diese Ideen, regionale Partner zu suchen. Die Netzwerkpartner selbst bieten dafür einen reichhaltigen Fundus. In der Region Chemnitz-Zwickau-Erzgebirge selbst liegen viele Voraussetzungen auf der Hand, um Vorreiter auf diesem Gebiet zu werden.

Die Vision aller Partner ist es, dass das Erzgebirge künftig der führende Technologiestandort für das Innovationsfeld Smart Composites ist. Dafür soll es am Ende des Projektes sogar ein „SmartERZ-Technikum“ am Standort Annaberg-Buchholz geben, um die Idee des Projektes dauerhaft fit für die Zukunft zu machen.

Hintergrund:

„Der strukturpolitische Ansatz des WIR-Förderprogramms ist wie gemacht für die Region“, konstatiert Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE GmbH) und Konsortialführer des Antrags. Die durchindustriealisierte Mittelgebirgslandschaft sei eine Alleinstellung der Region und somit das industrielle Herz Sachsens. „Das ist der Schatz, den wir in der Hand halten. WIR! ist eine fantastische Chance, daraus branchenübergreifend Synergien zu entwickeln, die wir bisher nicht hatten und den Strukturwandel anzupacken.“ Denn das WIR-Programm ist keine klassische Forschungs- und Entwicklungsförderung. Vielmehr bietet es einen breiten Ansatz, um Technologiecluster aus Textilindustrie/Leichtbautechnologie, der Elektronik/Elektrotechnik, Oberflächentechnik, Kunststoffspezialisten und dem Maschinenbau im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungszusammenhang in Regionen zu etablieren, die abseits von Metropolen liegen. Gemeinsam mit der TU Chemnitz und anderen Partnern arbeitet die regionale Wirtschaftsfördergesellschaft seit 2017 an dem Thema. Die funktionsintegrierten „smarten“ Faserverbundwerkstoffe finden beispielsweise Anwendung im Maschinenbau, in der Medizintechnik, im Bauwesen, in der Luft- und Raumfahrt, im Energiesektor, in Sport und Freizeit – und eben im Fahrzeugbereich als eine Kernbranche der neuen Technologien.
 
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