EUROPE Direkt Informationszentren Erzgebirge
 
Stand / Druckdatum: 20.06.2018

Startseite - EUROPE direct | EUROPE Direkt Informationszentren Erzgebirge

 

 
Übersicht des Portals
 
 
 
WFE
Sie befinden sich hier:Home
 
 
 

21.6.2018 - fête de la musique

Fête 2018
Am 21.06.2018 feiert Annaberg-Buchholz seine 7. fête de la musique mit Musikern, Bands, Orchestern, DJs und Solisten aller Stilrichtungen - wie gewohnt umsonst & draußen!
18-23h
Bühnen:
Alstadtterrasse, Unterer Kirchplatz, Schutzteich am Kätplatz
Fragen? Telefon 0 37 33 - 425 256
 
www.fetedelamusique.de

Wanderausstellung "In Sachsen arbeiten wollen, können, dürfen..."

  Frank Richter - Hört endlich zu
15.05.-13.07.2018
Mo-Fr 8-18 Uhr
GDZ Annaberg 
(1. OG)

Der Eintritt ist frei.
 
 

Bulgarische Ratspräsidentschaft

Europäisches Kulturerbejahr

Europäisches Kulturerbejahr 2018
 

EU bestätigt Gefahr für Bienen durch Insektizide

02.03.2018 | Newsmeldung  | EuropeDirect

Für Wild- und Honigbienen sind sogenannte Neonicotinoide eine Gefahr. Dies hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem gestern veröffentlichten Bericht klargestellt. Während Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erneut ein Freiland-Verbot für diese Insektizide fordert, kommt aus der Industrie Kritik an der Bewertung der EU-Behörde. Im Fokus der Efsa-Untersuchung standen drei für Bienen giftige Insektizide namens Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid. Für diese Schädlingsbekämpfungsmittel hatte die EU-Kommission bereits ein Freilandverbot vorgeschlagen, die Mitgliedsstaaten wollten aber für Diskussionen darüber den Efsa-Bericht abwarten.

„Neonikotinoide schaden Bienen und Hummeln. Damit muss die Freilandanwendung dieser Stoffe verboten werden“, teilte Umweltministerin Hendricks mit. „Die EU-Mitgliedsstaaten sollten über ein Verbot bald abstimmen, und die Bundesregierung muss dann ja sagen.“ Sie gehe davon aus, dass das Ja des Landwirtschaftsministers auch in einer künftigen Bundesregierung Bestand habe. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte Anfang Dezember in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ gesagt: Wenn sich in der Efsa-Studie herausstelle, dass die Stoffe schädlich seien, „dann müssen sie komplett verboten werden“. Auch die Grünen sehen nun die künftige Bundesregierung in der Pflicht, einem möglichen EU-Freilandverbot der drei Insektizide zuzustimmen. „Die Bienengifte müssen jetzt schleunigst vom Acker - der Frühling darf nicht noch stummer werden“, sagte deren Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik, Harald Ebner, der dpa. „Nun gibt es auch für die Bundesregierung keine Ausrede mehr.“

Kritik kam von Bayer. Das Chemie- und Pharmaunternehmen teilte mit, man sei mit den Ergebnissen der Risikobewertung für die Wirkstoffe Imidacloprid und Clothianidin grundsätzlich nicht einverstanden. Die Schlussfolgerungen stünden im Widerspruch zu anderen umfassenden wissenschaftlichen Beurteilungen zur Bienengesundheit. Greenpeace forderte die EU-Mitgliedsländer dazu auf, das vorgeschlagene Verbot zu unterstützen. Das sei ein erster Schritt, „um den katastrophalen Kollaps der Bienenpopulationen aufzuhalten“, teilte die Umweltschutzorganisation in Brüssel mit. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz forderte ein Verbot – „und zwar sofort“.

Die Experten der Efsa mit Sitz im italienischen Parma werteten diverse wissenschaftliche Studien zu dem Thema aus. „Insgesamt wurde das Risiko für die drei bewerteten Bienentypen bestätigt“, sagte der Leiter des Bereichs Pestizide der Behörde, Jose Tarazona. Untersucht wurde die Gefahr für Honig – sowie Wildbienen und Hummeln. Er erklärte auch, dass verschiedene Faktoren die Risikobewertung beeinflussen - etwa, auf welchem Weg die Bienen die Schadstoffe aufnehmen.

Bereits im Dezember 2013 wurde der Einsatz von Neonicotinoiden EU-weit stark beschränkt. Auch dieser Beschluss ging auf eine Risikobewertung der Efsa zurück. Auf Basis des neuen Berichts ist nach Angaben der Kommission geplant, dass die Mitgliedsstaaten am 22. März über den Vorschlag des Freilandverbots diskutieren. Ob es dann auch schon eine Entscheidung geben wird, ist aber unklar. (dpa)

(Quelle: Freie Presse)
 
 
zurück zur Übersicht

Logo Europe Direct
 

Ihr Ansprechpartner

EUROPE DIRECT Informationszentrum Erzgebirge

Marlen Einhorn
Marlen Einhorn
Adam-Ries-Straße 16
09456 Annaberg-Buchholz

Telefon: +49 3733 145 112
Telefax: +49 3733 145 145

E-Mail senden
 

Folgen Sie uns auf Facebook!